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Ich habe habe einen schönen Artikel im Internet gefunden, der unter dem Titel „Warmduscher sparen Wasser und Strom“ mehr oder minder nützliche Tipps kundtut.

Warm duschen?

Warm duschen?

Einer davon, der überhaupt kein bisschen Spartipp-Mainstream ist, lautet wie folgt:

Wasser auffangen und Blumen gießen“

Schon vor dem Duschen kann Wasser gespart werden: Denn im Prinzip lässt man zu Beginn des Duschens einige Liter laufen, bis das Wasser warm wird. Doch dieses kalte Wasser kann aufgefangen und zum Blumengießen verwendet werden. Mit täglich drei gesammelten Liter Wasser können pro Jahr über 1000 Liter gespart werden.“

Nun ist es in manchen Gegenden durchaus guter Brauch, sich täglich warm zu brausen. Mithin fallen die drei Liter Gießwasser bei peinlicher Befolgung des Tipps auch tagtäglich an und sollten dementsprechend auch vollständig der heimischen Flora zugeführt werden, um keine Lagerprobleme zu verursachen.

Die Zimmerbegrünung, die auch in natürlichen Zimmerbegrünungs-Dürreperioden (z.B. im Winter) drei Liter Wasser assimiliert, kann, und das ist mal eine schlechte Nachricht für alle energiebewussten Junggesellen, dann nicht nur aus einer luftmumifizierten Yucca-Palme und einem Polyethylen-Bonsai bestehen….nein …nein….für die Bewältigung dieses Wasseraufkommens braucht man ordentlich Biomasse, also eher einen Zimmerdschungel…

Der Junggeselle hat nun also die Wahl: Den guten alten Waschsonntag einführen (das dürfte das Junggesellendasein zementieren) oder konsequent aufforsten.

link zum Artikel: http://derstandard.at/fs/3037979/Warmduscher-sparen-Wasser-und-Strom

badewasserreiniger_1.jpgIn Japan entstehen täglich millionenweise sinnfreie Erfindungen…aber manchmal auch richtige Sparperlen:

Badewasser ist nicht nur hierzulande ein teures Gut sondern auch im Land der aufgehenden Sonne sparenswert

Daher hat ein findiges Unternehmen den Badewasser-Recycler auf den Markt gebracht. Er funktioniert so ähnlich wie die Filteranlagen in Schwimmbädern und bringt das benutzte Wasser des Vorbaders für den Nachbader angeblich wieder in einen akzeptablen Zustand. Inwieweit Körperfüssigkeiten und Bioeffluentien des Vornutzers eliminiert werden, ist nicht überliefert.

Das Gerät kostet um die 400 Euro, wofür man schon einige Badewannen füllen könnte. Naja….möglicherweise hat es ja USB- und Kopfhöreranschluss..

Die Energieagentur.NRW bietet ein ganz hübsches Online-Tool an, mit dem man schnell und bequem die Verbrauchssituation im eigenen Haushalt „beleuchten“ kann.

Link zum Online-Verbrauchscheck

Das ist wirklich mal ein nettes Werkzeug, um auch mal ein bisschen zu spielen und einzuschätzen, wieviel Energie sich mit bestimmten Maßnahmen sparen lässt und welche Konsequenzen Anschaffungen von überdimensionierter Weißware haben können. In jedem Fall auch eine gute Argumentationshilfe im täglichen Kampf mit dem Haushaltsvorstand.

Ach ja…da war doch noch eine Lücke in unserem Sparportfolio, durch die der schlimme Strom in unser Alltagsleben strömen konnte. Wer verzichtet schon gern am Morgen, am Abend und zwischendurch auf das liebgewordene Tässchen Espresso. Leider war das bisher nur vollkommen stromersparnisfrei zu bekommen.

Nach jahrzehntelanger Erprobung in NASA-Weltraumlabors und im Falklandkrieg haben die Jungs und Mädels von www.handpresso.com nun endlich auch dieses vorletzte Problem der Menschheit gelöst:

Der Handpresso sieht wie eine Fahrradluftpumpe aus und funktioniert wohl auch so ähnlich: Das Teil muss zunächst auf pralle 16 Bar aufgepumpt werden. Danach wird heißes Wasser eingefüllt (wir diskutieren jetzt mal nicht kleinlich rum, wo das herkommt) und ein Espresso-Pad eingelegt. Anschliessend muss nur noch ein Knopf gedrückt werden und unmittelbar danach fließt der heiße Espresso in den Becher, den man darunter hält.

ja..wie sieht das Teil nun eigentlich aus?

ja..wie sieht das Teil nun eigentlich aus?

Natürlich muss man für 16 bar pumpen wie Jan Ullrich, dafür schmeckt man dem schwarzen Gold danach auch die gesparten Dreiwattstundenfünfzig an.

délicieux!

Das beweist dieser schöne Artikel…...

Am besten finde ich:

Schon seit einiger Zeit werden die Passagiere von China Southern aufgefordert, sich vor dem Flugantritt zu erleichtern, denn eine WC-Spülung im Flugzeug verbraucht einen Liter Kerosin zusätzlich.

Ich finde, dass wäre auch eine schöne und kollektivbildende Maßnahme für den öffentlichen Nahverkehr… aber weiter im Text:

Am weitesten geht die Fluggesellschaft Southwest Airlines: Wenn sich eine Armlehne wegen des Leibesumfangs nicht senken lässt, wird von übergewichtigen Kunden verlangt, dass sie ein zweites Ticket kaufen.

Das macht für Ottfried Fischer dann wohl fünf Tickets pro Flug. Insgesamt sehr löbliche weil extravagante Maßnahmen, die Energiespaen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Der Ideen-Blog stellt die neuste Wunderwaffe im Kampf gegen gierige wasserversorger vor: Watermill (Wassermühle?).

Endlich müssen wir die Kartoffeln nicht mehr im Badewasser der Nachbarn kochen und uns die Zähne mit aufgefangenem Regenwasser putzen.

Die Wassermühle kondensiert Luftfeuchtigkeit aus und erzeugt damit bis zu 12 Liter feinsten Trinkwassers am Tag… und das alles zu Kosten von 2,7 ct/Liter. Das klingt so sensationell, dass man geneigt ist, den Hausanschluss der Wasserwerke direkt abzuwürgen und eine Mühle zu ordern.

Die bittere Wahrheit aber ist: 2,7 ct/Liter sind schlappe 27 Euro pro Kubikmeter. Damit ist das teure Nass eher teuer als nass, nämlich ungefähr drei- bis viermal so teuer wie ordinäres Trinkwasser.

Das war wohl nix.

Nach echten Sparperlen muss man tief tauchen….im Netz. Aber zum Glück gibt es einschlägige Foren, wo sich wahre Sparempiriker auch mal über die Schulter gucken lassen. Hier mal ein paar schöne Fundstücke zum Thema „Wassersparen durch Kreislaufwirtschaft“:

„Auch,wenn ihr mich für verrückt haltet,aber ich benutze auch das Wasser vom Duschen und Baden zum Wäsche waschen,für das WC und das Treppenhaus putzen und zum einweichen von stark verschmutzen Kleidung.“

Geht sicher auch umgekehrt, das Schöne daran ist jedenfalls, dass nach kürzester Zeit die gesamte häusliche Umgebung und die darin lebenden Personen einen wiedererkennbaren Einheitsgeruch aufweisen. 

„Zu kleingewordene Kleidung werfe ich noch lange nicht weg. Aus 2 Pullovern kann man gut einen neuen viel interesannteren nähen.Aus 2 Hosen wird eine neue oder auch Taschen fürs Auto.

Da wird sich aber der vierarmige Bandit oder Papa Krake freuen….und das Auto erst. Aber zurück zur „Wasservermehrung“:

„so wie Du das mit dem Wasser machst, hat das frueher die Cousine meines Mannes auch gemacht. Sie haben sogar Ihre Waesche damit mal 3 mal gewaschen. Erst die helle Waesche dann die bunte und zum Schluss die dunkle Waesche. AN der Waschmaschiene ist ein Schlauch der das Schmutzwasser ja wieder wegleitet und diesen haben sie in einen grossen Bottich gegeben. Schoepfen mussten sie allerdings weiterhin!!“

Ich schätze mal, die letzte Wäsche wird auch dann eine Buntwäsche, wenn man vorher was Weißes reintut. Und nun nochmal die ganze Sparanleitung im Detail, es ist wirklich ganz easy:

„Also ich schöpfe das Wasser aus der Badewanne in einen Eimer mit Giesvorrichtung wie sie an vielen Putzeimern ist und dann giesse ich das Wasser in das Waschmittelfach der Wama,aber den Wasserhahn lasse ich geschlossen,den öffne ich erst,wenn die Wama angestellt ist und einige Umdrehungen gemacht hat.
Die Wama zieht erst Wasser,wenn der erste Spülganz einsetzt.

Noch ein Tip,wenn nur geduscht und nicht gebadet wird fällt weniger Wasser an.Ich bin aber soweit und habe im Waschbecken einen 5l Eimer stehn und dort wird das Wasser vom Händewaschen gesammelt,welches,wenn er voll ist in einen 10l Eimer gegossen wird und da gesammelt wird bis er voll ist um ihn dann für die nächste Wc spülung zu nutzen.“

Diesen Artikel auf Spiegel-Online habe ich mit Freude gelesen, beinhaltet er doch nicht nur mehrere hübsche Einspartipps…sondern gibt uns gleich einen Eindruck vom „Spirit“, den wir brauchen, um auch wirklich noch das Letzte an Sparpotential herauszukitzeln.

Essen bei Schummerlicht kann manchmal sogar vor Appetitverlust schützen und rationierte Körperpflege setzt zwar eine gewisse olfaktorische Konditionierung voraus, ist aber dafür spartechnisch auch der Hammer:

Neben der Dusche steht eine Uhr, die die Duschzeit misst. Drei Minuten braucht Lucas; Mädchen mit langen Haaren dürfen etwas länger. Aber die meisten Bewohner wollen gar keine Ausnahmen. Oft duschen Mitglieder der Öko-WG tagelang nicht, um Energie zu sparen

Spartipps für Energie, Wasser etc. haben gerade Hochkonjunktur. Jede Dorfpostille und wahrscheinlich selbst Astro-TV haben inzwischen entsprechende Ratgeberseiten gelauncht, so dass man die gutgemeinten Ratschläge nun allerortens um die Ohren gehauen bekommt.

Meine selbstgefälschten Statistiken besagen, dass sich mit der Summe aller fachmännischen Einspartipps wahrscheinlich 90 Prozent Energie, Wasser oder was auch immer einsparen lassen.

Aber wirklich spannend sind nur die letzte 10 Prozent, die man DIN-gerecht, EneV-konform oder politisch korrekt niemals einsparen kann. Nur diese letzten Prozente versprechen wirklich anarchischen Sparspass. Deshalb will ich hier nach und nach die schönsten Einsparideen zur Nachahmung empfehlen..und bitte natürlich um rege Teilnahme!